Ja, auch diesem Teil des indischen „Jubel.Trouble.Heiterkeit“s-Leben sollten ein paar Zeilen gewidmet sein, nimmt es doch nicht wenig Zeit in Anspruch. Zug fahren. Fahren, um von A nach B zu kommen, um die Landschaft kennen zu lernen, seine Nerven zu testen, zu schlafen und vieles mehr. Es ist immer wieder eine Art Überraschungs-Ei: Man weiß, dass man es bekommt, aber wann ist die eigentliche Frage, als Äquivalent zur ach so leckeren Schokolade nehmen wir die Tatsache, dass es immer sehr viel Essen gibt, es immer komisch riechen mag, immer viele Menschen auf wenig Sitzen Platz finden und man weniger trinken mag, um weniger auf die Toilette zu müssen. So sicher, wie man sich der Schokolade beim Ü-Ei sein kann, kann man sich diesen Dingen beim Zug fahren. Tja und dann die eigentliche Überraschung… oh ja. Wie wird denn die Fahrt wohl werden; was wird sie beinhalten, was wird passieren?! Spannend?! Irgendwie schon. Werden riesige Strahleaugen kleiner Kinder zum Grinsen auffordern, wird eine Familie einen zum Mitessen animieren, wird man angestarrt wie ein Tier im Zoo, das erste Marsmännchen beim Kaffee der Queen oder eben wie eine Europäerin…? Wer weiß das schon. Man weiß also nie, wie witzig, interessant, nervig, unangenehm, entspannend, … eine Fahrt werden wird – die Überraschung eben. Und jedes Ü-Ei besitzt ja auch eine Art Folie, die es umschließt, eine sichere Hülle, irgendwann weg und dennoch da. Ja, um die Züge herum erstreckt sich eine unglaublich weite Landschaft, kleine Dörfer mit Unmengen Kühen, kleinen spielenden Kindern, Frauen auf dem Feld, Büffel im Wasser, grüne Wiesen, kahle Berge und irgendwann ist man wieder in einer Stadt und die Landschaft ist weg, aber man weiß ja, dass sie da ist…
Jedenfalls mag man, ebenso wie ein Ü-Ei, immer wieder eine neue Zugfahrt genießen: sehen was kommt, abwarten was passiert und gespannt auf all dies warten...

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