Ja in Nepal gibt es keine Züge und ja, man sollte müsste könnte fliegen. Und ja! Man muss fliegen! Aber bitte: Rückflug Fenster rechts! Zum einen sieht man Kathmandu noch einmal recht schön in seiner Eigenart, aber zum einen wartet man eh nur auf die bald sichtbaren Berge. Und mit Bergen werden hier die 8-tausender gemeint, welche ihre Gipfel über den Wolken in voller Sonnenpracht erscheinen lassen. Eine ganze Kette von Faszination, auf Augenhöhe mit den höchsten Naturgewalten der Welt, auf dem Dach der Welt, höher und besser geht es demnach nicht und dann. BAM! Der Mount Everest, der Höchste, der Bekannteste, der Schönste ist schwer zu sagen, eben einfach der Mount Everest. Sagen umwogen, faszinierend auf seine eigene Art und Weise und einfach so nah und da…!
Montag, 18. Oktober 2010
Window on the right side please.
Ja in Nepal gibt es keine Züge und ja, man sollte müsste könnte fliegen. Und ja! Man muss fliegen! Aber bitte: Rückflug Fenster rechts! Zum einen sieht man Kathmandu noch einmal recht schön in seiner Eigenart, aber zum einen wartet man eh nur auf die bald sichtbaren Berge. Und mit Bergen werden hier die 8-tausender gemeint, welche ihre Gipfel über den Wolken in voller Sonnenpracht erscheinen lassen. Eine ganze Kette von Faszination, auf Augenhöhe mit den höchsten Naturgewalten der Welt, auf dem Dach der Welt, höher und besser geht es demnach nicht und dann. BAM! Der Mount Everest, der Höchste, der Bekannteste, der Schönste ist schwer zu sagen, eben einfach der Mount Everest. Sagen umwogen, faszinierend auf seine eigene Art und Weise und einfach so nah und da…!
Kathmandu. So schön.
Man läuft demnach, je nach Schrittgeschwindigkeit, Minuten oder Stunden durch enge verwinkelte Straßen, welche den Weg zwischen uralten, bunt bemalten, hohen und verzierten, mit winzigen Eingängen versehen Häuschen bahnen. Aus den kleinsten Ecken tönt buddhistische Medidationsmusik, Kinder lassen Drachen steigen und überall gibt es frischen Ingwer, Knoblauch und Früchte der Saison zu kaufen. Schritt für Schritt läuft man nach oben, vergisst Zeit und Ort, lässt sich von der Umgebung tragen und sieht irgendwann eine unglaublich farbenfrohe Stupa vor sich auftauchen. Stufe für Stufe und Treppe für Treppe geht es nach oben – vorbei an goldenen und bunten Buddha-Statuen, vielen Äffchen und Affen und Mönchen. Die Stupa an sich ist dann eine wundervolle Anlage, voll von kleinen Tempeln, der Stupa mit den Augen Buddhas, Hunden und Affen, tollen Klängen und Gerüchen und irgendwelchen unsichtbaren Schwingungen, die ein Gefühl der Zufriedenheit hervorrufen. Einfach nur da sitzen, den Wind genießen, die Mönche beobachten und an nichts denken. Wundervoll.
… und bei alle dem ist die Stadt vom Himalaya umgeben, sicher in einem kleinen Tal und offen für die umgebende Natur mit all ihren Facetten und Eigenarten, die entdeckt werden wollen.
Manali
Aber warum denn nun gerade Manali?! Ja, es steht sowohl im Lonely Planet, als auch im Stefan Loose und ist somit schon längst kein Geheimnis mehr, aber es ist einfach der Beginn in die richtigen Berge, Beginn der zweithöchsten Straße im Himalaya, Startpunkt für Wanderungen und Trekking-Touren und Auffangstation für Althippies, Möchte-gern-Hippies, Menschen auf der Suche nach Erleuchtung (Wie kann man in einer Touristenstadt sein neues Selbst finden?), hängen gebliebene Backpacker, und uns - raus aus der Großstadt, rein in die Natur.
Und ja, welch Natur es doch gibt! An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass wir auf unserer „Wanderung“ wohl bisher unberührtes Gebiet betreten haben und an dieser Stelle noch nie jemand nach Erleuchtung gesucht hat; schlecht für jene, waren wir doch weg von allem, allem und jedem – nur die Kühe blieben uns treu. Frei bewegen, saubere Luft, keine Menschen – schön, einfach schön.
Ansonsten ist es aber faszinierend, wie die alteingesessenen Einwohner Manalis ihren gewohnten Alltagstrott zwischen den ganzen Halbspirituellen nachgehen können, Heu machen, Tücher weben, im Mist rumkrabbeln, und einfach nichts machen… Was soll man aber auch mitten in den Bergen machen? Wandern ist für Einheimische zu anstrengend und Natur ist im Allgemeinen ja eh gefährlich, außer es ist ein Zaun darum und alles andere ist zu suspekt oder zu teuer. Dennoch. Ich denke die Menschen leben ihr Leben auf ihre Weise in wirklich vollen Zügen und schauen einfach, wie das Wetter wird. Gelassenheit, die in der Großstadt fehlt, sollte man sich hier in Massen zum Sparpreis mitnehmen.
