Donnerstag, 5. August 2010

Angekommen.

Namaste!

Ja nun bin ich bereits seit einigen Tagen in New Delhi und erfreue mich der wunderbaren Monsunzeit. Feuchtfröhlich, 24 Stunden täglich und die Sonne habe ich noch nicht einmal gesehen... Vielleicht liegt es aber auch daran, dass so viele InderInnen die Sonne im Herzen tragen und während dieser Jahreszeit einfach nicht genug Platz für alle ist. Genug Platz hat Delhi, oder auch gern Dilli, eh nicht… Gefahren wird da wo Platz ist und ich habe noch keine Ahnung, wozu es überhaupt Fahrbahnbegrenzungen oder weiße Linien, die in Europa ein ungemein hohes Maß an Beachtung finden, gibt. Zusätzlich läuft man als Fußgänger natürlich nicht auf dem Fußweg, sondern ebenfalls auf der Straße. Anders geht es eh nicht, werden Fußwege doch als Schlafplatz, Open-Air-Toilette genutzt oder ständig neu gepflastert. Ich gehe also mit dem Sog, beachte keine Regeln der StVO o.ä. und sage mir, dass die anderen auch warten können. Das Leben kann so simpel sein, wenn du von A nach B gehen willst, dann gehst du eben und lässt dich von nichts und niemanden aufhalten. Punkt. Ja das Leben kann auch so chaotisch sein, so dreckig und von Männern dominiert. Überall, ja überall gibt es scheinbar nur Männer. Unglaublich und anstrengend. Würde ich doch gerne breit grinsend, nach vorn gerichtetem Blick und schlendernd durch die Straßen laufen, aber nein… Ich fahre lieber den einen oder anderen Gang zurück und erspare mir so Einiges…
Oh und bevor ich es vergesse: Es ist Kadamon! Frischer Kadamon in seiner Reinheit! Mein erstes Highlight der indischen Snacks. Wozu Kaugummi, wenn man Kadamon kauen kann?! Jaja. Aber egal was es auch ist, es ist lecker, ist scharf und schmeckt neu und anders und einfach nur gut. Wie praktisch, dass InderInnen immer essen könnten und man somit immer und überall an eine neue Errungenschaft ergattern kann. Thik hai.
Die indischen Elephanten verstecken sich übrigens immer noch zu gut und ich habe bisher keinen gefunden, aber irgendwann werden ihre verstecke auch von mir entdeckt werden – jawohl! Die Kühe waren dahingegen nicht so schlau und konnten bereits in der ersten Stunde meines Daseins in Delhi begutachtet werden. Ein Traum.


Und nicht vergessen: Immer schön lächeln und schauen was passiert.

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